Schmerzen und Schlaf

Ein erholsamer Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für geistige, körperliche
und seelische Gesundheit.

Was jedoch tun, wenn der Schlaf durch Schmerzen gestört wird?

Studien haben ergeben, dass ca. 80 % von chronischen Schmerzpatienten an ausgeprägten Schlafstörungen leiden.

Neuropathische Schmerzen (Nervenschmerzen)

Entstehung direkt im geschädigten Nerven, auftreten spontan ohne dass ein schmerzhafter Reiz vorliegt. Daher meistens chronisch und mit Tendenz zur Ausweitung der Schmerzschwelle.

Somatische Schmerzen (Schäden an Haut, Muskeln, Knochen, Bindegewebe und Gelenken)

Ursache: Fußfehlstellungen, Hautschäden und Druckstellen, Ulzera der Fußsohlen und Hornhaut.

Behandlung der somatischen Beschwerden:

Medizinische Fußpflege, orthopädische Maßschuhe, orthopädische Einlagen (senso-motorische), gegebenenfalls Fußchirurgie und/oder medikamentöse Schmerztherapie.

Schmerzempfindung:

brennend

kribbelnd

stechend

ziehend

reißend

elektrisierend

Überempfindlichkeit der Haut

Ameisenlaufen

Neben Einschlafproblemen gibt es auch Probleme beim Durchschlafen.
Dies führt wiederum zu einer erheblichen Tagesmüdigkeit.

Zu den bewusst wahrgenommenen Schlafunterbrechungen kommen noch vermehrte kurze Weckreaktionen (Arousals), die in einem EEG ablesbar wären. Selbst erinnert man sich aber nach dem Aufwachen nicht mehr an diese kurzen Wachphasen. 

Chronische Schlafstörungen, Tagesschläfrigkeit und Erschöpfung (Fatigue) sind bei HMSN häufig.

Mögliche Ursachen: Restless Legs Syndrom und schlafbezogene Atmungsstörungen (Schlafapnoe).

Diagnostik: Schlafmedizinische Anamnese, Schlaflaboruntersuchung, medikamentöse Gaben.

Tagsüber Bewegung

Ausdauersport mehrmals wöchentlich oder bei gewissen Einschränkungen
ruhigere Gymnastik wie Yoga oder Pilates.


Entspannende Rituale am Abend

Es ist alles erlaubt was gefällt und zum Abschalten dient. Wohltuendes Schaumbad, die Lieblingsmusik laufen lassen, ein kurzer Spaziergang am Abend an der frischen Luft, heiße Milch o. ä. 


Keine zu schwere Kost am Abend

Der ideale Zeitpunkt im Abstand von Abendbrot zu Zubettgehen: 4 Stunden.
Empfohlen werden folgende Nahrungsmittel, da leicht verdaulich:
Nudeln, Reis, Kartoffeln, fettarmer Fisch und gegartes Gemüse.


Die Kraft der Natur

Homöopathische Mittel nutzen, wie z. B. Baldrian-Tropfen, Johanniskraut, Hopfen, Melisse, Lavendel, Passionsblumenkraut, Basilikum, Hafer, Rauschpfeffer (Kava-Kava). Tipp: Tee: Zu etwa gleichen Teilen Melissenblätter, Baldrianwurzel und Hopfenzapfen mischen. Jeweils einen Teelöffel der Mischung mit 200 ml heißem Wasser aufbrühen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, dann filtern. Um die entspannende Wirkung zu verstärken, sollte man ca. zwei bis vier Tassen pro Tag trinken.

Tipp: warmes Fußbad mit Lavendelöl oder Natron, 15 – 20 Minuten, danach mit einem Handtuch trocken tupfen und mit kreisenden Bewegungen mit einem härteren Schwamm den Fuß massieren.

Tipp: Milch mit einer Zwiebel aufkochen und vor dem Schlafengehen warm langsam trinken.


Augen auf beim Stil

Zurückhaltung ist bei der Schlafzimmereinrichtung gefragt, sparsame Einrichtung mit dem nötigsten. Man schaltet am besten alle Gerät im Schlafzimmer aus, die Strahlen versenden können: Handy, Radiowecker, TV – auch kein Stand-by – Modus.

Oder solche Geräte sind erst gar nicht im Raum vorhanden


Temperatur und Licht

Ideale Raumtemperatur 14 – 18 Grad. Abdunklung durch Rollos, Jalousien oder Vorhänge.


Weich oder hart

Die Matratze sollte den Bedürfnissen entsprechen sowie das Lattenrost dem Gewicht angepasst werden.


Entspannungsverfahren

Die gängigsten: Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Körperreisen und musikalisch geführte Fantasie-Reisen.