Nützliche Alltagsutensilien
GPS – Softorthesen (Firma: Pro Walk)






Vorteile:
1. Mit dieser Art Handschuh wird die Muskelspannung mit Hilfe von Druck und Zug positiv beeinflusst.
2. Beeinflusst positiv die Grob- und Feinmotorik.
3. Ermöglicht ein besseres Gefühl der Körperwahrnehmung in meinem Fall der Ansteuerung der Finger und des Handgelenks durch ständigen Druckaufbau.
4. Angenehmes Material – fast atmungsaktiv, weich und der Handschuh besitzt keine starren Elemente.
5. Handschuh ist in verschiedenen Farben erhältlich sowie die Nähte können farblich abgestimmt werden.
6. Die Länge des Handschuhs wird optimal je nach Einschränkung angepasst.
7. waschbar ABER nur Handwäsche
Nachteile:
1. Beim Anziehen der Orthesen muss ich allgemein mehr Kraft aufwenden.
2. Wenn ich bereits einen Handschuh angezogen habe, fällt es mir doppelt so schwer, mit dem behandschuhten Arm den anderen Handschuh anzuziehen.
3. An besonders erschöpften Tagen brauche ich manchmal Hilfe beim Anziehen.
4. Beim Händewaschen muss ich den Handschuh immer wieder ausziehen, da sonst Finger und ein Teil des Handgelenks nass werden – wenn das Material nass ist, werden meine Fingerglieder sehr schnell kalt.
5. Das Material zwischen den Fingern und dem Daumen ist sehr glatt, sodass mir Stifte oder ähnliche Gegenstände ständig aus der Hand rutschen. Auf meinen Wunsch hin wurde der Handschuh mit einer Silikonschicht zwischen den Fingern nachgebessert, eine wirkliche Verbesserung habe ich dadurch aber leider nicht bemerkt.
6. Manchmal schneidet das Material aufgrund der Nähte zwischen den Fingern oder der Reißverschluss drückt, wenn ich die Orthese zu lange trage.
7. Ich kann die Orthese nicht 24 Stunden am Stück tragen, da es nach einer gewissen Zeit schmerzt und das auch grundsätzlich nicht vorgesehen ist.
8. Wenn das Material nass wird, trocknet es nicht so schnell.
Laut Empfehlungen sollte man Handschuhe nicht über Nacht tragen.
Fazit: Gute Funktionsverbesserung aber schlechte Umsetzung im Rahmen der Praktikabilität.
Schienen- und Schuhversorgung
Allgemein können ein optimales Schuhwerk oder auch Schienen (Orthesen) Erleichterung beim Gehen, Verringerung von Ermüdungserscheinungen sowie eine Verlängerung der Wegstrecke ermöglichen. Eignet sich zur Stabilisierung und optimal bei Fußheberschwäche.
flexible Fußheberorthese (Firma: Neurodyn – Comfort)


Diese flexible Fußheberorthese besteht aus 2 Teilen. Einmal die Fußmanschette, die gut abgepolstert ist und die flexible Einlegesohle mit den zwei Zuggurten.
Die Fußmanschette liegt am Sprunggelenk fest an. Eine sehr starke Hebewirkung wird durch den 8er Zugbügel erzeugt. Diese werden überkreuzt durch Klettverschluss angelegt. Welche die nötige Spannung aufbringen um den Fußheber anzuregen.
Zusammengefasst sind von großem Vorteil bei dieser Orthese:
• die Einhandverschlussmethode dank des Klickverschluss
• zwei elastische Zuggurte (8er Zugbügel)
• thermoplastische Einlegesohle
• angenehme Polsterung des Knöchelbereiches (angenehmes Tragegefühl)
Einlagen für Schuhe
Sensomotorische Einlagen


Ich trage Einlagen, die nicht nur mein Fußgelenk stützen, sondern durch kleine Druckpolster auch gezielt bestimmte Muskelgruppen stimulieren. Am Anfang war das Tragen dieser Einlagen jedoch ungewohnt und teilweise sogar sehr schmerzhaft. Es hat eine gewisse Eingewöhnungszeit gebraucht, bis sich das Laufen damit für mich normal angefühlt hat.
Diese Einlagen wurden in einer Orthopädie – Technik direkt individuell für mich angepasst.
Hallux valgus – Zehenspreizer aus Silikon

Ist die kostengünstige Alternative zu den sonstigen Schienen bei Hallux valgus – Problemen.
Sehr elastisches, weiches Material. Verhindert wird Druck-, Reibungsschmerz und entlastet den schmerzempfindlichen Bereich des Fußballens.
ergonomische Stiftverdickung


Ich benutze einen dreieckigen Griff aus Kunststoff oder Schaumstoff, der passgenau auf meinen genormten Bleistift oder einen dünnen Kugelschreiber aufgesetzt werden kann. Er liegt angenehm und sicher in meiner Hand, sodass ich beim Schreiben oder Zeichnen nicht abrutsche. Durch die ergonomische Form ermüdet meine Hand auch bei längeren Schreibphasen weniger schnell und es entstehen nicht so schnell Druckstellen.
Dosenöffner
Zugring – Dosenöffner

Ich muss mich jetzt nicht mehr über Dosen mit Zugring ärgern. Dank dieses kleinen Helferleins ist das Öffnen für mich endlich ein Kinderspiel – selbst wenn ich unter Feinmotorikstörungen leide oder mir die Kraft in den Händen fehlt. Ohne großen Kraftaufwand und ganz ohne Verletzungsgefahr kann ich die Dose problemlos öffnen. Für mich bedeutet das nicht nur mehr Selbstständigkeit im Alltag, sondern auch ein gutes Gefühl, nicht immer um Hilfe bitten zu müssen.
Wer eine kostengünstigere Methode sucht, geht folgendermaßen vor: Ich halte die Dose fest auf einer stabilen Unterlage, suche den Verschlussring, stecke den Stiel eines Löffels hindurch und hebele den Ring samt Deckel vorsichtig nach oben, bis sich der Deckel löst.
Dabei achte ich darauf, mich nicht an scharfen Kanten zu verletzen.


Gehstock

Um mögliche böse Stürze zu vermeiden und die Gangstörungen besser auszubalancieren – zur Entlastung – und ermöglicht etwas Unabhängigkeit.
Ich verwende dazu bei Bedarf meine Nordic – Walking Stöcke.
Zusätzliche Hilfsmittel
Auf die ich zum Glück bislang noch nicht angewiesen bin, könnten im Bedarfsfall jedoch eine wertvolle Unterstützung darstellen. Ich hoffe, dass dieser Zeitpunkt nie kommt oder noch sehr lange auf sich warten lässt.

Rollator
So ein Gehwagen wurde 1978 von Aina Wifalk (Schwedin) erfunden.
Frau Wifalk war aufgrund einer Kinderlähmung gehbehindert.
Einen Rollator erhielt ich zunächst nur für die kurze Zeit während meiner Reha, da mein Körper nach den Therapien oft zu erschöpft war. Auch nach der Reha wurde mir die Nutzung eines Rollators ausdrücklich empfohlen. Dennoch habe ich mich ganz bewusst gegen die Beantragung eines solchen “Gefährts” entschieden, da ich mir weiterhin zutrauen wollte, meine Mobilität eigenständig zu erhalten und zu fördern.
Generelle Info:
Ein Rollator kann von der Krankenkasse übernommen werden, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt. In der Regel übernimmt die Krankenkasse dabei die Kosten für ein Standardmodell. Da es verschiedene Rollator-Modelle gibt und nicht jede Variante von der Krankenkasse abgedeckt wird, empfiehlt es sich, vorab mit der Krankenkasse abzuklären, welche Modelle und Ausstattungen übernommen werden und ob bei besonderen Wünschen ein Eigenanteil zu zahlen ist.

Rollstuhl
Rollstühle kenne ich eigentlich nur aus der Distanz – oder aus den Arbeitssituationen in der Klinik, wenn ich selbst jemanden schieben musste. Viel mehr verbindet mich mit diesem Thema bislang nicht. Und doch wurde es mir schon früh von Ärzten und Therapeuten beinahe eindringlich ins Gedächtnis gerufen – als warnendes Mahnzeichen, das stets im Hintergrund präsent war, manchmal auch immer noch ist. Besonders in schlechteren Phasen, wenn ich wieder häufiger stürze und mir dabei Verletzungen zuziehe, rückt dieses Thema näher. Es passiert nicht selten, dass mir einfach so die Beine wegsacken – ohne Vorwarnung, mitten im Alltag. Dann wird mir schlagartig bewusst, wie schnell sich die eigene Situation verändern kann und wie nah der Gedanke an einen Rollstuhl plötzlich rückt. Es ist ein ständiges Auf und Ab zwischen Hoffnung, den eigenen Körper doch noch irgendwie im Griff zu behalten, und der Angst, irgendwann dauerhaft auf Hilfe angewiesen zu sein.
Generelle Info:
Auch ein Rollstuhl zählt zu den Leistungen, die von den Krankenkassen übernommen werden, sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht. Allerdings übernimmt die Krankenkasse nicht immer sämtliche Sonderausstattungen, sodass bestimmte Extras gegebenenfalls selbst finanziert werden müssen. Daher empfiehlt es sich, sich im Vorfeld genau über die Kostenübernahme und mögliche Eigenanteile zu informieren.
Gerade bei HMSN ist häufig ein elektrisch betriebener Rollstuhl sinnvoll.
Alternativ kann unter Umständen auch ein Elektromobil verschrieben werden.