Durch einen Bericht, den ich in einem bekannten sozialen Netzwerk gelesen habe, befasse ich mich heute mit dem Begriff „chronisch krank“ – laut Gesetz und aus der Sicht eines Betroffenen.
Laut Gesetz (Chroniker-Richtlinie des G-BA)
Eine einfache Definition lautet: Personen, die sich seit mindestens einem Jahr wegen derselben Krankheit in ärztlicher Dauerbehandlung befinden und mindestens ein der folgenden Kriterien erfüllen:[ aus Kontext]
- Pflegegrad 2 oder 3 (SGB XI)
- Grad der Behinderung (GdB) ≥ 60 oder Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) ≥ 60% (durch die chronische Erkrankung begründet)
- Kontinuierliche medizinische Versorgung erforderlich, ohne die lebensbedrohliche Verschlimmerung, Verkürzung der Lebenserwartung oder dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität droht
Vorteil: Maximal 1% des Bruttoeinkommens für Zuzahlungen.
Aus Betroffenen-Sicht
Den Titel „chronisch krank“ zu tragen ist nicht leicht – besonders, wenn man jung ist.
Mein Alltag: Jeder Tag beginnt mit einem Fragezeichen. Symptome können plötzlich und unvorhersehbar auftreten. Ich weiß nie, ob es ein guter oder schwieriger Tag wird. Planen fällt schwer, ein geregelter Ablauf ist kaum aufrechtzuerhalten.
Soziale Auswirkungen: Wenn Gesundheit Pläne durchkreuzt, wird es oft persönlich genommen.
Deshalb mein Appell:
- Nehmt es nicht persönlich
- Ich bin weder frag-, merkwürdig noch unzuverlässig.
- Mein Körper bestimmt, nicht ich
Die Realität: Auch Angehörigen fällt es schwer, das nachzuvollziehen und mitzutragen. Die Teilhabe am sozialen Leben leidet – ein ständiger Konflikt zwischen Körper und Geist.
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